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Die Entstehung des Ortes

Fuchsenbigl gehörte bis zum Jahr 1885 zur Ortsgemeinde Straudorf, in welcher es als eigene Katastralgemeinde mit einem Umfange von 3,53 km² konstituiert wurde. Es gehörte zur Grundherrschaft Eckartsau, welche auch das Landgericht über Fuchsenbigl besaß. Bis in die Zeit Josef II. befanden sich hier einige herrschaftliche Gebäude.

Die Ortschaft Fuchsenbigl ist unter Kaiser Josef II. entstanden. Vorher war der Name offenbar Flurname. Zu mittelhochdeutsch heißt Bühel "Hügel", etwa Fuchsenbühel, daraus entstand Fuchsenbigl. Es kommen noch die Schreibweisen Fuchsenbihel und Fuxenbügl vor.

Fuchsenbigl, Birkenallee
© W. Taibl, Fuchsenbigl

"Leberbauers Gasthaus zum alten Fuchsenhügel"

Die Pfarrchronik von Haringsee berichtet:

«Dieser Ort ist im Jahre 1783 dadurch entstanden, indem die k.k. Familienherrschaft (Eckartsau) den Ansiedlern die Dominikalgebäude auf ewig verkaufte, und jedem derselben zum besseren Nahrungsbestande drei Joch mit schwerem, drei Joch mit geringem Anbau, dann drei Joch Brach, zusammen neun Joch herrschaftlichen Bestandacker samt ein Joch Wiesen und zwei Joch Viehweide gegen einen jährlichen bestimmten Zins auf ewig verpachtete.»

Die Gutsverwaltung Orth bewirtschaftete ab 1900 ihre Güter in eigener Regie. Wirtschaftsgebäude wurden in Fuchsenbigl erbaut. Die Bewohner von Fuchsenbigl verloren ihre Pachtäcker. Viele Arbeiter wurden für diesen Gutsbetrieb gebraucht. In der Volksschule von Haringsee, die die Kinder von Fuchsenbigl besuchten, mußte eine dritte Klasse errichtet werden.

Quelle: Heimatbuch Haringsee, 1984
Historisches Foto aus dem Privatarchiv W. Taibl, Fuchsenbigl

Zuletzt bearbeitet am 11.06.2017

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